Archiv für die Kategorie ‘offtopic’

Heimwerkern im Studio - Der Podestbau

Montag, 28. Dezember 2009

Liebe UNKASTler,

Weihnachten ist vorbei, die ruhige Zeit fast vergessen, da muss wieder ein neues Projekt her um den Tag nicht zu langweilig erscheinen zu lassen. Was macht man also? Genau, rein in den Proberaum und erstmal den Teppich gesaugt. Was sich da an Dreck mit der Zeit ansammelt, glaubt man kaum ;)

Aber Spaß beseite! Proberäume sind meist zu teuer und zu klein, weshalb man nie den wirklichen Stageaufbau hinbekommt. Wichtig ist dies aber im sich auf Gigs vorzubereiten und den Stereosound aus zwei brüllenden Marshall Stacks zu testen. Erreichen kann man dies mit Bühnenelementen in der Größe 2×2m für das Schlagzeug und links und rechts ausreichend Platz für die Verstärker. Hat man weniger Platz zur Verfügung, kann man nur noch den Raum nach oben nutzen, also bauen wir uns eine Bühne in den Proberaum!

Hier kommt nun eine bebilderte Bauanleitung (oder nennt es Photo-Love-Story, das ist mir egal) eines geeigneten Podestes für ein klassisches Rockensemble mit einer Gitarre, Bass, Schlagzeug und  - nun ja, ihr solltet es schon wissen - Gesang!

Ausgangsbasis ist eine halbwegs talentierte Gruppe an Personen, die schon einmal eine Säge und Bohrmaschine in den Händen hielt, ein Transportgerät für das Rohmaterial (also Holz) und ca. 3 Std. Zeit. Ihr lest richtig, länger hat es nicht gedauert und das trotz Urlaubszeit.

Einkauf

Einkauf

Im Baumarkt wird man erstmal von dem reichhaltigen Angebot an verschiedenen Holzarten und Brettsorten erschlagen. Gehobelte Buche oder Kirschholz neben Eichenbrettern, die wir schon bei unseren Eltern im Schlafzimmer bewundern durften. Aber schaut man auf den Preis erkennt man schnell, dass man in der falschen Abteilung ist. Hier kostet ein halbwegs ausreichendes Brett locker 10€. Damit lohnt sich der Selbstbau kaum noch, es sei denn man möchte auf dem Podest schlafen.

Fündig wurden wir in der Außenabteilung des Baumarktes beim Bauholz. Nach etwas peniebler Auswahl wurden 2m lange Bretter in 24mm Dicke und 15cm Höhe gefunden, die nicht krumm wie eine Banane sind oder verschimmelt wie Ozzy Osbourne. Einziges Manko ist nur, dass die Bretter nicht gehobelt sind (Rauspund) und gefrohren waren. Selbst nach dem Zusammenbau waren diese Bretter merklich kälter als die Hölzer, die wir im Baumarkt gekauft haben.

unkast | img_0092 Heimwerkern im Studio - Der Podestbau

Holzkauf

Auch wenn Herr Kamin aussieht wie ein Sonor Fachverkäufer ist er keines wegs so einfältig. Die Materialien wurden noch im Baumarkt auf Maß geschnitten, damit sie in den Wagen passen. Ein Transporter hätte locker nochmal 25€ mehr Kosten verursacht, die haben wir lieber in Bier investiert.

Becks

Becks

Auf der Einkaufsliste neben dem Bier standen für den Podestbau:

6 x 1m 98×98mm Kreuzholz für die Podestfüße

14 x 2m 23×150mm Bretter für die Querstreben

20 x 100×100mm Zinkwinkel

5 x 2025×675mm Nut und Feder Verlegeplatten

Eine riesen Kiste mit Schrauben hatte ich noch im Keller :)

Somit ergibt sich ein Podest mit einer Grundfläche von 3,40 mal 2m und somit knapp 7qm für den Drummer zum austoben. Neu an unserer Variante ist, dass wir das Podest in männlicher Höhe von 1m planten, damit wir alle Verstärkerlautsprecher unter den vorderen Rand des Podestes bekommen. Hinter den Boxen ergibt sich ein geräumiger Stauraum, der zur Not auch als Übernachtungsmöglichkeit oder Tikkihöhle genutzt werden kann.

Im Proberaum angekommen musste erstmal eine Bockwurst gegessen werden, denn das Holz in den ersten Stock zu tragen war schon mühsam.

Wurstcafe

Wurstcafe

Unser Plan sah vor, dass wir den gesamten Bereich unter der Fensterfront verbauen. Noch schöner wäre gewesen, das Podest in 1,30m höhe zu bauen, damit ein Halfstack unter diesem Platz hat, doch waren wir von der Unterkante des Fensters begrenzt und wir entschlossen uns dazu die Topteile auf das Podest zu stellen.

In der Breite mussten 3,4m überbrückt werden, wodurch es notwendig ist eine Zwischenabstützung vorzusehen. Somit haben wir begonngen drei identische Abstützelemente zu zimmern, die wir nach und nach mit Querverstrebungen verstärkten.

Hauptständerwerk mit hohem Flächenträgsheitmoment

Hauptständerwerk mit hohem Flächenträgsheitmoment

Mit den Zinkewinkeln und dem Verschnitt vom Baumarkt konnte so eine stabile Unterkonstruktione für das Podest geschaffen werden. Wichtig an der Stelle ist, dass die vorderste Querverstrebung erst 40cm hinter der Vorderkante geschraubt wird, damit noch eine 4×12 Box darunter Platz finden kann.

Unterkonstruktion

Unterkonstruktion

Damit hinterher die Stabilität auch wirklich gewährleistet ist, wird das Ständerwerk mit 4 Winkeln an den Außenseiten mit der Wand verschraubt und zusätzlich auf dem Boden. So ist ausgeschlossen, dass durch die rythmische Anregung des Drummers das Podest kontinuierlich an die Wand schlägt. Sind alles Schrauben gesetzt, beginnt der schönste Teil: Verschraubung der Schnellverlegeplatten und fertig ist das Proberaumpodest.

Aufbringen der Verlegeplatten

Aufbringen der Verlegeplatten

Nach Abschluss der Arbeit ein Bier

Nach Abschluss der Arbeit ein Bier

Danach beginnt die Arbeit mit der Verkabelung und Ausrichtung der Mikrofone. Mit einem Topfbohrer können Durchgangslöcher gebohrt werden, in denen die Verkabelung verschwindet und nicht im Weg liegt. So hat eine 4 Mann große Band auf 3×2m alles nötige Equipment untergebracht.

Fertig :)

Fertig :)

Wer solch ein Podest nachbauen möchte, kann sich gerne an uns wenden. Wie auf dem letzten Bild zu erkennen ist, muss die Verlegeplatte im vorderen Bereich abgestützt werden, da Verlegeplatten nicht tragfähig sind. Nach Belastungstests hat es zwar gehalten, aber sicher ist sicher :)

Und nun freut Euch auf neue Aufnahmen und die anstehenden Konzerte…

Tinnitus Aurium

Freitag, 03. Juli 2009

Ich muss heute mal ein ernstes Thema ansprechen - der Tinnitus.

Wir sind in der heutigen Gesellschaft ununterbrochen diverser Geräusche ausgesetzt und unser Ohr kann kaum zur Ruhe kommen. Der geübte Großstädter kann sogar bei einem Höllenlärm ruhig schlafen, da er darauf trainiert ist.

Diese Dauerbeschallung hat vehemente Auswirkungen auf das Ohr. Die Flimmerhärchen knicken einfach weg und sind bis auf alle Ewigkeit zerstört. Dabei sind es nicht nur die extrem hohen Lautstärken über 100dB(A), sondern auch eine Dauereinwirkung von über 80dB(A), die zu Gehörschäden führen können.

Zur Veranschaulichung sind ein paar markante Schalldruckpegel zu nennen:

bis 20dB(A)   - Stille

bis 60dB(A)   - Zimmerlautstärke

bis 80dB(A)   - Pkw Vorbeifahrt (1980)

bis 110dB(A) - Presslufthammer

gemessene 115dB(A) - Proberaum von UNKAST

Es ist wahr: Bei einer Mehrfachmessung stellte sich heraus, dass UNKAST beim Proben fast so laut ist wie ein Düsentriebwerk. Dabei haben Hörschäden ganz wesentlichen Einfluss auf das tägliche Leben, die auch wir schon beobachten können:

Mindere Schlafqualität, übele Laune, erhöhter Alkoholkonsum, Abnahme der Lernfähigkeit, Unterlassen von Kommunikation, Veränderung der Nutzung von Wohnräumen (sowie Terassen, Balkonen und Gärten), Abnahme von Hilfsbereitschaft und häuslicher Geselligkeit und nicht zuletzt Ghettobildung.

Dabei kennt der gemeine Musiker kaum die Redewendung “Ich hör mich nicht richtig, könnt Ihr mal etwas leiser spielen?!” Sondern nur “Ich dreh mal lauter!!”. Die Folgen für Körper und Gesellschaft sind nicht auszumachen.

Die jetzt erwachsene Generation Walkman® begann in den 80ern des vergangenen Jahrhundest mit der mobilen Musikzufuhr der Ohren. Mit dem Siegeszug des Mp3 Players setzt die heutige Schülergeneration dies fort und selbst Kinder im Grundschulalter benutzen Ipods um Hörspiele zu hören. Ihr Feingefühl der richtigen Lautstärke fehlt jedoch und gerade in diesem Jungen alter wiegen Schädigungen am Gehör besonders schwer.

Daher rufe ich hiermit dazu auf den Volumenregler aller verstärkenden Geräte einfach mal ein oder zwei Striche zurückzudrehen, damit auch im Alter noch Kommunikation möglich ist. Nur UNKAST macht Ihr bitte laut… richtig laut :)

BASSMASTA

BASSMASTA

Ist Logic wirklich immer logisch?

Mittwoch, 17. Juni 2009

Tach Mädels,

der Musiker im allgemeinen hat in der heutigen Zeit unendliche Möglichkeiten seine musikalischen Ergüsse für die Um- und Nachwelt festzuhalten. Recht günstig sind inzwischen Firewireboards mit mehr als 4 oder gar 8 Kanälen zu bekommen. Unsere Wahl ist auf das Phonic Helix 24FW Mk II Board gefallen. Kompakt, flexibel und ohne Lüfter leise im Betrieb. Softwareseitig vewenden wir Logic, da die mitgelieferte Software nur maximal 8 Spuren parallel verträgt. Allein das Schlagzeug wird von 7 Mikrofonen aufgenommen, daher sind 18 Mikofoneingänge sehr vorteilhaft.

Logic ist recht intuitiv zu benutzen, größere Probleme gibt es kaum, doch hat Logic seine Eigenarten, die auch kaum nachvollziebar sind. Anfänglich wurde die Aufnahme regelmäßig von Logic beendet, da angeblich die Festplatte zu langsam sei. Nach langen Testläufen stellte sich heraus, dass durch die Schingungsanregung der Gitarre die Festplatte in eine Schutzschaltung gegangen ist und daher keine Daten mehr geschrieben werden konnten. An einem hinteren Ort ist es nun kein Problem mehr und die Aufnahmen laufen ohne Hänger durch.

Weniger verständlich ist jedoch, dass wenn man in einem Projekt die Spuren löscht und dieses dann unter neuem Namen (und vielleicht auch auf einer anderen Festplatte) abspeichert, dass dann alle alten Spuren mitkopiert werden, auch wenn sie eigentlich nicht mehr existieren. So ist es geschehen, dass Logic sich für 35min aufgehängt hat um 278 Dateispuren aus den vergangenen Monatetn von der externen Festplatte auf die interne zu kopieren. Dadruch wurde eine Datenmenge von 28GB verschoben, die nicht mehr benötigt wird. Auch hab ich den Button noch nicht finden können, mit dem man alle Spuren gleichzeitig auf Record stellen kann - oder muten, oder alle Inserts für eine Spur zusammen sezten kann und nicht jedes Insert alleine wieder neu eingefügt werden muss. Wer kann mir nur helfen?

Logic

Logic

Schlachtfest oder wie man noch gut bei miesen Ebaykäufen weggkommt…

Mittwoch, 22. April 2009

Das Thema ist natürlich noch Vintage Hifi. Wo bekommt man nun diese ersehnten alten, schweren Kästen her, die mit voller Power UNKAST aus sich rausbrüllen sollen. Händler gibt es einige, aber nehmen diese zum Teil enorm hohe und zudem unverständliche Preise. Ok, ein Marantz 2600 hat Ende der 70ern knapp 3000DM gekostet. Das müssten zwei Nettomonatgehälter eines Normalverdieners gewesen sein, aber heutzutage 10.000€ für das gleiche Gerät zu verlangen ist wenig gerechtfertigt. Im Prinzip ist es nur alter Elektroschrott aus dem Stoner Rock kommt ;)

Die Vintage Hifi Fachhändler fallen also schon mal aus, wäre naheliegend auf den Trödelmarkt zu gehen. In Berlin gibt es einige davon und man findet auch erstaunlich viel Vintage Hifi. Aber richtige Schnäppchen kann man dort meist nie machen. Zu Hauf findet man schwarze Plastikhifi aus den 80ern oder 90ern zu Preisen, die doppelt so hoch sind wie im Internet. Die Händler kennen sich aus und versuchen einen zu bescheißen. Aber das war ja auch schon immer so.

Letztendlich kann man das Schnäppchen nur im Internet machen. Je nach Tageszeit und Wochentag mal mehr mal weniger. Im Moment (April 09) sind die Preise für alte Hifibausteine von bekannten Marken wie Marantz, Sansui oder auch Rotel jenseits dessen, was man noch vor einem Jahr gewohnt war. Preiszuwächse von 150% sind keine Seltenheit. Dabei ist die Schwämme der verfügbaren Geräte (bis auf Rotel) höher denn je. Wahrscheinlich ist es grad “in” einen schönen alten Stereoverstärker zu betreiben. Das Problem beim blinden Internetkauf ist aber wie immer, dass man den Zustand der Geräte nicht 100%ig einschätzen kann. Gute Anhaltspunkte sind immer hochauflösende Bilder, eine umfangreiche Beschreibung mit Liebe zum Detail und eine höhere Anzahl an positiven Bewertung, an denen man ableiten kann, wie hoch die Korrelation zwischen Angebotstext und Wahrheit ist.

Typisch für faule Angebote ist ein unterbelichtetes, verwackeltes Handyphoto mit folgender oder ähnlicher Beschreibung:

“Hifibolider aus vergangenen Tagen. Riesen Gerät und sauschwer. Kenner wissen wovon ich rede, dass muss hier nicht erwähnt werden. Alle Lampen leuchte, linker Kanal knistert etwas, bestimmt einfach zu beheben. Phonoeingang konnte nicht getestet werden, da kein Plattenspieler vorhanden ist. Mindestens 250Watt”

Bedeutet im Prinzip: Mittelmäßger Plastikamp mit 250W Leistungsaufnahme und kaputtem Phonoeingang, sowie mindestens verdreckten Potis oder defektem Endstufentransistor.
Anders sieht es aus, wenn man eine schlechte Beschreibung mit einem schlechten Bild findet und der Verkäufer zudem noch wenige Bewertungen hat, dann kann es wirklich DAS Schnäppchen sein. Das Risiko ist zwar hoch, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Der Verkäufer kann wirklich unbedarft sein und in bestem Gewissen etwas verkaufen, was er ewig nicht benutzt hat. Dann macht Ebay Spaß und man kann ein gutes Gerät für wenig Geld bekommen.

So ist es mir ergangen, als ich für die Küche einen kleinen Marantz 2216B ersteigert habe. Gerade 40€ günstig und sogar recht ordentlich beschrieben. “Die optischen Zustände sind tadellos…” Ich frag mich, wie der optische Zustand plural werden kann, aber das ist hier nicht Gegenstand der Betrachtung. Was hier erklärt werden soll ist, dass das vermeindliche Schnäppchen ein Abzockegerät war. Balanceregler abgebrochen, nur der linke Kanal in Funktion und nicht nachvollziehbar, ob es an der Balanceeinstellung oder einem Defekt liegt. Der Verkäufter natürlich auch nicht mehr zu erreichen. Ok, 40€ sind nicht die Welt, aber 40€ kann ich anders besser anlegen.

Schlachteplatte

Schlachteplatte

Lange Rede kurzer Sinn: Ich hab kurzerhand das Ding widerwillig zerlegt und Teile, die noch zu gebrauchen waren einzeln bei Ebay eingestellt. Es tut schon weh ein sonst grundsolides Gerät dem zweiten Nutzungsweg zuzuführen. Positiv hervorzuheben ist, dass nach ca. 50% (nur Schmückende Teile der Front) der geschlachteten Teile der Kaufpreis wieder ausgeglichen ist und die verbleibenden 5 Einzelteile bei Verkauf den Gegenwert eines funktionierenden 2216B darstellen würden. Übrig ist dann eigentlich das Grundgerüst, die Vorstufe, die Endstufe und der Trafo. Das geht dann zusammen in die Bucht für Bastler. Oder wer hat Interesse? Einfach mailen :)

Vollröhren Übungsverstärker für das Heim (der Brüllwürfel)

Freitag, 27. Februar 2009

Proben mehrmals in der Woche sind gut und wichtig, aber um seine eignen Fähigkeiten zu verbessern, ist es notwendig, auch im eigenen Heim Riffe und Fingerfertigkeit neben der theoretischen Musiklehre zu studieren.

Mit einem 100 Watt Marshall SL-X Top an einer Marshall 1960A 4×12 Box kommt man da nicht weit. Entweder ist der Sound furchtbar flach, weil die Lautsprecher zu wenig gefüttert werden und die Endstufe nicht richtig gestreichelt wird, oder die Nachbarn steigen einem aufs Dach, wenn 120dB an die Wand donnern. Also ist es notwendig, dass man etwas anderes zum Üben hat, was nicht schlecht klingt und vor allem Spaß macht. Mit einem Speaker Emulator oder einem Powerbreak konnte ich mich noch nie richtig anfreunden.

Vollröhrencombo

Vollröhrencombo

Zur Auswahl stehen eigentlich unzählige kleine Übungskombos in Transistor und Röhrenbauweise. Obwohl ich nichts außer Röhren spielen würde, würde mich theoretisch ein gut klingender Amp für zu Hause in Transistorbauweise nicht richtig stören. Früher hatte ich einen 2×12 Marshall Valvestate Kombo mit 100Watt, der mit aber auch zu groß ist. Möglichst klein soll es sein. Also hab ich die verschiedenen Angebote durchforstet und bin auf ein Hand voll von möglichen Kandidaten gestoßen.

Den Orange AD5, Orange TinyTerror Combo, Peavy JSX Mini Colossal, Fender Super-Champ XD, Orange Crush 15, Orange Crush 10 und die Batterie Ibanez Valbee. Alle sind Vollröhrencombos bis auf die beiden Crush von Orange und bis auf den Tiny Terror in einer ähnlichen Leistungs und Preisklasse.

Als erstes hatte ich den AD5 angetestet. Mit einer Epiphone Les Paul, weil es ja bekanntlich in Berlin grad keine Gibson Gitarren mehr gibt. Was soll ich sagen? Der kleine 8″ Speaker mach seine sache für cleane Bluesgitarre recht ordentlich. Er hat einen warmen, kraftvollen Klang und verwöhnt mit echtem Röhrensound. Die Bedienelemente sind übersichtlich. Ein Tone-Regler und ein Volume-Regler - mehr nicht. Das führt dazu, dass man die Lautstärke voll aufreißen muss, damit man in die Röhrenverzerrung kommt und dann ist der kleine 5Watt Class-A Amp auch verdammt laut. Zu laut für zu hause und zu wenig Gain. UnKaSt ist zwar keine HighGain Band, aber mehr muss es schon sein. Aufgrund des hohen Preises und der 15 Class-A-Watt des TinyTerrors, fällt der dann auch leider aus, obwohl dieser sicher erste Wahl wäre!

Als näcstse habe ich mit einer Epiphone Les Paul Gold-Top den Fender SuperChamp probiert. Das ist schon mehr nach meinem Geschmack, ebenfalls Vollröhre und mit mächtig viel Gainreserven. Aber wo kommen die her? Aus einem schnöden Soundprozessor. Da kann ich mir ja gleich einen Bodentreter vor meine Marantzanalage schnallen und losspielen, also gleich vergessen das Ding. Das schlimmste ist, dass man den Effekt nicht bypassen kann… wozu dann noch Vollröhre?

Der Peavy hat auch keinen Gain-Regler und klingt wie ein Blecheimer. Selbst die Cleanen Sounds finde ich schrecklich, aber ich mag Peavy auch nicht und daher fällt der Amp aus.

Valbee Bedienelemente

Valbee Bedienelemente

Danach habe ich den ultra häßlichen Ibanez Valbee gespielt. ein kleiner schlossener Combo mit einer Bassreflexöffnung. sieht aus wie eine Varta-Autobatterie und ist ebenfalls ein Vollröhrenamp Made in China. Die Verarbeitung ist für den Preis ok und der kleine 6,5″ Speaker tönt kraftvoller als erwartet. Mit einem Overdrivetaster kann man in einen Highgainbereich kommen, bei dem zusätzlich zwei Dioden im Signalweg sind. Diese dienen als Rectifier und unterstützen die Röhrenvorstufe.

Ibanez Valbee

Und er hört sich auf einer Zimmerlautstärke an, wie man sich das wünscht. Ok, man muss immer die Größe im Kopf haben, aber dieses kleine Ding ist genau das was ich gesucht habe. Der Preis ist auch noch annehmbar und daher verzichte ich auf den Test der Transistorverstärker. Eingepackt und ab nach Hause damit.

Gibson SG Standard neben Valbee

Aber häßlich ist die Batterie immernoch…

cuM


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